05.03.10 |
Gudrun Brendel-Fischer: Qualifizierung ist der Schlüssel zur Gleichstellung
„Qualifizierung ist der Schlüssel zur Gleichstellung“, so die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Frauen der CSU-Fraktion, Gudrun Brendel-Fischer. Im Vorfeld des Weltfrauentags am 8. März will die AG Frauen besonders auf die Situation arbeitsloser Frauen hinweisen, die aus diesem Grund bei der Jobvermittlung weniger berücksichtigt werden als Männer.
Einer Studie des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ) zufolge, in der die Umsetzung der HartzIV-Reform aus Geschlechtersicht untersucht wurde, zeige, dass bei hilfsbedürftigen Paaren Frauen bei der Jobvermittlung benachteiligt werden. „Wenn sie Arbeitslosengeld II beziehen, profitieren sie seltener von Förderprogrammen der Arbeitsverwaltung als Männer“, so Gudrun Brendel-Fischer. Erwerbslose Frauen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren, gestalte sich oft schwierig: Häufig müsse zunächst eine Betreuungsmöglichkeit für Kinder gefunden werden. Auch sei in vielen Fällen eine umfangreiche Weiterqualifizierung nötig, um die Frauen in die Lage zu versetzen, ein existenzsicherndes Arbeitseinkommen zu erzielen.
Gudrun Brendel-Fischer verweist in diesem Zusammenhang auf zahlreiche Initiativen der AG Frauen im Landtag, junge Frauen auf Ausbildungswege neben den klassischen Berufen wie Bürokauffrau oder Frisörin aufmerksam zu machen. Ein guter und erfolgreicher Ansatz sei der jährlich stattfindende Girls’ Day und die Initiativen im Bereich der MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften). Brendel-Fischer wies auch auf einen Antrag der AG Frauen zum Thema Telearbeitsplätze hin, womit besonders Frauen im ländlichen Raum geholfen werden kann.
Für die bessere Gleichstellung von Frauen bei der Rückkehr in die Erwerbstätigkeit komme es oft auf das Engagement einzelner Mitarbeiter in den Jobcentern an oder auch auf Anstöße aus der Kommunalpolitik. „Künftig müssen aber auch die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen werden, Gleichstellungsaspekte angemessen zu berücksichtigen“, so Brendel-Fischer. So müsste die Zahl der Beauftragten für Gleichstellungsfragen an den Grundsicherungsstellen deutlich erhöht werden.
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