26.02.10 |
Joachim Unterländer: Mehr staatliche Mittel für ältere Menschen mit Behinderung
„Die CSU-Fraktion stellt die Weichen für eine gute Versorgung älterer Menschen mit Behinderung. Das gilt vor allem für ihre Zeit nach Ausscheiden aus einer Behindertenwerkstatt. Hierfür verstärken wir die Mittel für den Bayerischen Landesplan für Menschen mit Behinderung um 3,5 Millionen Euro“, so Joachim Unterländer, der Vorsitzende des Arbeitskreises für Soziales, Familie und Arbeit der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag anlässlich der laufenden Beratungen des Nachtragshaushaltes. Neben den Schwerpunkten der Bayerischen Staatsregierung in der Jugendsozialarbeit an Schulen und in der Ehe- und Familienberatung setze die CSU-Fraktion damit einen wichtigen eigenen Akzent in der Behindertenpolitik.
Nach der massenhaften Ermordung von Menschen mit Behinderung im nationalsozialistischen Deutschland komme erstmals eine Generation von Menschen mit Behinderung ins Seniorenalter. Für diejenigen von ihnen, deren Leben sich bislang in Wohnheim und Förderwerkstatt gliederte, bedürfe es nach dem Ausscheiden aus der Werktätigkeit neuer Versorgungsstrukturen. Das helfe, den Tag zu strukturieren und sich selbst zu entfalten, erläuterte Unterländer die dringende Notwendigkeit für die zusätzlichen Mittel. „Wir brauchen Einrichtungen, die konzeptionell und baulich auf die besonderen Bedürfnisse von älteren Menschen mit Behinderung zugeschnitten sind. So dass diese auch bei steigender Hilfebedürftigkeit sowie bei sich verstärkendem pflegerischen Bedarf angemessen versorgt werden können“, sagte der CSU-Sozialpolitiker. Dass es hier einen dringenden Handlungsbedarf gibt, war eines der zentralen Ergebnisse einer Dialogreihe mit Akteuren der Behindertenpolitik zum Thema „Ältere Menschen mit Behinderung“, die die CSU-Fraktion in der letzten Legislaturperiode durchführte.
Damit die für den Aufbau solcher Strukturen verantwortlichen Bezirke die notwendigen Investitionen vornehmen können, soll der Freistaat Bayern solche Maßnahmen künftig finanziell unterstützen. „Jetzt sind die Bezirke am Zug, die schon entwickelten Konzepte zügig umzusetzen“, forderte Joachim Unterländer abschließend.
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