05.02.10 |
Joachim Unterländer: Zivildienst für den Bereich der Sozialen Arbeit erhalten
„Wer den Wehrdienst und damit auch den Zivildienst weiter verkürzen möchte, braucht ein Konzept für die vielen sozialen Einrichtungen, in denen Zivildienstleistende eingesetzt werden “, erklärte Joachim Unterländer, der Vorsitzende des Arbeitskreises für Soziales, Familie und Arbeit der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag. Ohne den Einsatz der Zivildienstleistenden gehe bei der Unterstützung von Menschen mit Behinderung, Senioren, benachteiligten Kinder und Jugendlichen vieles nicht mehr, so Unterländer weiter. Dabei gehe es nicht darum, Fachkräfte etwa im Bereich der Pflege von Senioren zu ersetzen, sondern sie zu unterstützen.
„Diese Unterstützung funktioniert bei einer sechsmonatigen Zivildienstzeit allerdings nicht mehr, wenn man die oft mehrmonatige Einarbeitungszeit und die Zeit für die notwendige persönliche Vertrauensbildung berücksichtigt. Ich kann daher die Forderung der Wohlfahrtsverbände nach Lösungsansätzen gut nachvollziehen.“ Umso bedauerlicher sei, dass die FDP sich bislang der naheliegenden Möglichkeit verschließt, eine freiwillige Verlängerung des Zivildienstes zu ermöglichen. Dies wäre auch im Interesse vieler Zivildienstleistenden, die in ihrem Einsatz eine wichtige Orientierungshilfe für ihre Berufswahl erhalten. „Ich hoffe aber noch auf Einsicht bei der FDP“, so Unterländer abschließend.
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